Anmeldung zur Eheschließung online erledigen?

Für die standesamtliche Trauung müssen angehende Eheleute, je nachdem ob sie beispielsweise deutscher Staatsbürger sind, bereits verheiratet waren oder Kinder aus einer anderen Ehe haben, mal mehr und mal weniger Dokumente bei der zuständigen Stelle einreichen. Einige – wie den Personalausweis oder Reisepass – hat man zur Hand, andere muss man sich bei den entsprechenden Ämtern besorgen. Zu all den Rennereien, die man im Vorfeld einer Hochzeit hat, kommen also auch noch zeitraubende Behördengänge.

Wäre es da nicht ein Segen, wenn man sich diesen Aufwand sparen und die erforderlichen Unterlagen einfach bequem online beantragen könnte? In Zeiten der Digitalisierung ist das natürlich gang und gäbe. Aber Vorsicht: Die Gefahr auf unseriöse Anbieter hereinzufallen und in Kostenfallen zu tappen ist groß.

So bieten verschiedene Websites an, Anträge für Abstammungs-, Geburts- und zahlreiche weitere Urkunden gegen eine Gebühr an das jeweils zuständige Standesamt zu übermitteln. Klar, das ist bequem, geht schnell und ist in vielen Fällen auch seriös und zuverlässig. Aber neben den Kosten, die im Standesamt selbst anfallen, berechnen die – privat betriebenen – Online-Anbieter eine Bearbeitungsgebühr und gegebenenfalls weitere Gebühren für das Suchen von Einträgen oder Portokosten. Hinweise darauf sind oft nur im „Kleingedruckten“ zu finden. Die Kosten für eine Online-Beantragung von Dokumenten über Dritte können sich so schnell vervielfachen.

Gut zu wissen, dass viele Standesämter auch selbst Online-Formulare zur Verfügung stellen oder eine Beantragung per Post oder Mail anbieten. Die Einschaltung von Dritten ist also oftmals selbst dann nicht notwendig, wenn man derartige Behördengänge bequem von zuhause erledigen möchte.

Verbraucherzentralen raten, sich vorab bei der zuständigen Gemeinde zu informieren, da die benötigten Unterlagen dort direkt online angefordert werden können.

Zudem sollte man in jedem Fall das Impressum der jeweiligen Seite prüfen, ob es sich um eine offizielle Stelle handelt. Fallen Gebühren an, sollten Nutzer genau prüfen, wofür diese erhoben und wenn eine Rechnung oder Mahnung ins Haus kommt, sollte man umgehend Widerspruch einlegen.

Also, lasst euch nicht ins Bockshorn jagen und Euch unnötig Geld aus der Tasche ziehen.

Unser Tipp: Informiert Euch zuallererst bei Euren zuständigen Standesamt, wann, wo und wie Ihr an die benötigten Unterlagen kommt und schaut – wenn Ihr doch einen Online-Dienstleister einschaltet – genau hin, ob sich die Mehrkosten wirklich lohnen.

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