Trash the Dress –
das etwas andere Foto-Shooting

War es nicht schon in Kindertagen so, dass es immer am meisten Spaß machte, in Pfützen zu springen, wenn man die guten Sonntags-Sachen an hatte? Wenn man im adretten Kleidchen und den feinen Schuhen auf die Bäume in Opas Garten klettern konnte? Der Reiz des „Verbotenen“ war doch einfach zu verlockend, oder?!

Ganz ähnlich ist es beim Trash-the-Dress-Shooting, einem Trend, der vor einigen Jahren aus den USA herüber geschwappt ist. Auch hier geht es um den Bruch von Konventionen – Stichwort: „Das macht doch nichts…“. Aber nicht nur. Denn es geht auch darum, das Hochzeitsoutfit noch einmal in einem ganz anderen Rahmen zur Geltung zu bringen. Und manchmal, aber nicht immer, geht es tatsächlich darum, dem Hochzeitskleid oder dem Anzug kreativ den Garaus zu machen. Denn genau so heißt der Trend übersetzt: „Zerstöre das Kleid“.

Klingt martialisch, muss es aber gar nicht sein: Beim „Trash-the-Dress“-Shooting geht es vielmehr darum, als Alternative bzw. Ergänzung zu braven, herkömmlichen Hochzeitsfotos vor geschniegelten Hintergründen das Kleid oder den Anzug noch einmal auf außergewöhnlichen Bildern in Szene zu setzen.
Das Besondere sind dabei oft die Locations, in die die festlichen Hochzeitssachen eigentlich sogar nicht passen wollen: Schrottplätze, Industrieruinen, Baustellen, Schlammpfützen, Rummelplätze, Stoppelfelder mit Strohballen oder ein Feldweg im strömenden Regen.

Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Und es gibt mittlerweile sogar hierzulande zahlreiche Fotografinnen und Fotografen, die sich auf diese Art von After-Wedding-Shootings spezialisiert haben.

Wichtig ist, dass Ihr– wie bei den „richtigen“ Hochzeitsfotos auch – mit einem Profi zusammenarbeitet, der weiß, worauf es in Sachen Licht, Accessoires, Location und Posen ankommt.

Besprechen müsst Ihr vorher unbedingt, ob Ihr das Outfit wirklich ruinieren wollt – nur dann könnt Ihr nämlich mit Schmutz, Matsch, Farbe oder Wasser arbeiten. Wenn Ihr sehr an dem Kleid hängt, es aufheben oder vielleicht sogar irgendwann weiterverkaufen wollt, müsst Ihr Euch Locations und Posen suchen, in denen das Outfit keinen Schaden nimmt.

Aber das macht leider nur halb so viel Spaß…

In Hochzeitsmagazinen und auf entsprechenden Websites finden sich unzählige Beispiele und Ideen für Trash-the-Dress-Shootings. Eine kleine Auswahl stellen wir Euch vor:

Inszeniert Euch und Euer Hochzeits-Outfit im Schnee oder im strömenden Regen, im Wasser oder einem anderen Ort, an dem Ihr Euch normalerweise niemals im schicken Dress, geschweige denn im Hochzeitskleid aufhalten würdet. Der Kontrast macht den Reiz der Bilder aus.
Wenn Ihr sicher seid, dass Ihr Euer Hochzeits-Outfit tatsächlich weder verkaufen, noch behalten oder gar noch einmal anziehen möchtet – lasst Eurer Fantasie freien Lauf: Ihr könnt dem Kleid mit Farbe und Schere zu Leibe rücken, mit Anlauf in die nächste Pfütze springen oder im weißen Hemd über den Rasen rutschen – je verrückter, desto besser.
Kombiniert Euer Hochzeitsoutfit mit ausgefallenen Accessoires wie Gummistiefeln, Schneeschuhen, Motorradhelmen oder Rucksäcken. Übertreibt beim Make-up oder verschmiert es – und denkt Euch am besten eine kleine Geschichte zu den Bilder aus – dann kommen die Ideen fast von alleine.
Ihr seid Euch nicht sicher, ob Ihr Kleid oder Euren Anzug für immer ruinieren wollt? Dann führt Euch vor Augen, dass Ihr von witzigen Trash-the-Dress-Bildern vielleicht mehr habt als von einer eingestaubten, von Motten angefressenen Klamotte…
Und zu guter Letzt – unser Rügen-Tipp: Zu den schönsten Trash-the-Dress-Motiven gehören mit Abstand Bilder, die mit Wasser zu tun haben. Und davon gibt es auf der Insel natürlich reichlich. Ein beherzter Sprung in die Ostsee, eine herbstliche Allee im Regen, Seetang im Haar – bei all den wunderschönen Locations wird aus Euren Trash-the-Dress-Shooting auf Rügen ein besonderes Erlebnis.

Wir wünschen Euch auf jeden Fall viel Spaß beim Hochzeitsshooting der besonderen Art!