Beginn einer neuen Hochzeitstradition

Ob klassisch rund, tropfenförmig, als Zepter oder fließende Kaskade gebunden, heute gehört der Brautstrauß zu den absoluten Must-Haves einer jeden Braut.

Der Brautstrauß ist nicht immer Teil der Hochzeitszeremonie gewesen, erst in der Zeit der Renaissance hat sich dieser Brauch entwickelt. Anders als bei dem sonst üblichen Blumenschmuck, den die Braut früher zumeist als Kranz im Haar trug, hatte der Brautstrauß vor allem eine ganz praktische Funktion: Er sollte die Braut vor einem Ohnmachtsanfall am Altar bewahren.

Da durch die damals mangelnde Körperhygiene und dem bei den kirchlichen Trauungen oft übermäßig viel verbrannten Weihrauch in den Kirchen derart schlechte Luft herrschte, passierte dies nicht selten. Der Brautstrauß, damals eher ein aus intensiv duftenden Kräutern bestehender Duftstrauß, sollte dem entgegenwirken.

Vom Duftstrauß zum Botschafter der Liebe. Mit zunehmenden hygienischen Standards veränderte sich auch der Stellenwert des Brautstraußes. Aus dem vornehmlich funktionalen Detail wurde immer mehr ein Symbol von Wohlstand. Zudem entwickelte sich im 18. Jahrhundert die sogenannte Blumensprache, bei der jeder Blume eine bestimmte Bedeutung zugesprochen wurde. Vor allem bei Liebenden war es natürlich hoch im Kurs, Dinge „durch die Blume“ zu sagen.

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Die Rose als Blume der Liebe. Bei dieser eigenen Sprache spielte nicht nur die Blumensorte eine Rolle, sondern ebenso die Farbe, Anzahl und Kombination.

Einige der Bedeutungen sind uns bis heute geläufig, nicht ohne Grund gilt die Rose bis heute als die Blume der Liebe. Auch beim Vergissmeinnicht ist die Bedeutung nicht schwer zu erraten.

Neben Rosen wurden früher oft auch Lilien (stehen für Reinheit, Glaube, Süße), Rosmarin (bedeutet Liebe, Fruchtbarkeit), Myrte (symbolisiert Freundschaft, Hochzeitspläne) und Efeu (steht für Liebe, Treue) zum Brautbukett gebunden.

Schönstes Accessoire der Braut.  Heute wird dem Brautstrauß längst nicht mehr eine derart tiefsinnige Bedeutung beigemessen. Vielmehr gilt er vor allem als schönstes Accessoire der Braut und ist farblich sowie vom Stil her zum Brautkleid passend ausgesucht. Die Wahl der Blumen ist dabei den Liebenden völlig freigestellt.