Traditionen an der Hochzeit

Traditionen und Bräuche dürfen an einem Hochzeitstag nicht fehlen. Aber welche gibt es und welche Bedeutung haben diese?

Bräuche, die an einem Hochzeitstag nicht fehlen dürfen.

Das Brautkleid

Die Tradition besagt, dass der Bräutigam die Braut und das Brautkleid vor der Hochzeit nicht sehen darf, da es Unglück bringt. Aus diesem Grund sollten die Eheleute auch die Nacht vor der Trauung getrennt voneinander verbringen. Zudem darf sich die Braut auch erst selbst im Spiegel betrachten, sobald das Brautoutfit komplett ist.

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Trauring

Der Tausch der Trauringe steht als Zeichen für die Ewigkeit. Lässt der Bräutigam den Ring allerdings während der Trauung auf den Boden fallen, bedeutet das eine unharmonische Ehe.

Die Braut über die Schwelle tragen

Dieser Brauch dient dazu die Bösen Geister zu vertreiben und auszutricksen. Die kleinen Kerle verstecken sich in der Türschwelle und wünschen vor allem der Braut nichts Gutes, somit ist es die Aufgabe vom Bräutigam die Braut über die Schwelle zu tragen.

Tausch der Hochzeitsringe bei der Heirat auf der Insel Rügen an der Ostsee

Brautentführung

Die Brautentführung ist ein üblicher Brauch aus dem Mittelalter. Die Braut wird von den Freunden entführt und in einer Bar versteckt. Sobald der Bräutigam die Braut vermisst, begibt er sich auf die Suche. Als Lösegeld wird meist eine Getränkerunde spendiert.

Baumstamm sägen

Dies ist ein beliebtes Hochzeitsspiel und sorgt für Stimmung. Das Ehepaar bekommt eine stumpfe Säge und muss mit gemeinsamer Kraft den Baumstamm zersägen.

Brautstraußwerfen

Beim Brautstraußwerfen steht die Braut mit dem Rücken vor den unverheirateten Frauen und wirft den Strauß hinter sich in die Menge. Die Frau, die den Brautstrauß fängt, soll laut Tradition die besten Chancen haben als Nächstes zu heiraten.

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Spalierstehen

Ein besonderer Empfang für das Hochzeitspaar. Dieser Brauch kann entweder vor der Kirche oder vor dem Standesamt vorbereitet werden. Hierzu stellen sich die Frauen auf die eine und die Männer auf die andere Seite und bilden ein Spalier, durch dieses das Ehepaar schreiten muss.

Brautstrauß werfen während der Hochzeit auf der Insel Rügen an der Ostsee

Hochzeitstorte

Ein bekannter Brauch am Hochzeitstag ist das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte. Die Gäste schauen genau hin, wer die Hand oben hat, Braut oder Bräutigam. Wer letztendlich seinen Daumen oder seine Hand oben hat, soll laut Brauch die Kontrolle in der Ehe haben.

Zudem darf Marzipan an der Torte nicht fehlen, den Mandeln und Rosenöl sind unverzichtbare Zutaten. So sollen die Mandeln für Glück in der Liebe und das Rosenöl für Rosen und somit gleichzeitig für die Liebe stehen.

Blumenkinder

Es ist schön anzusehen, wenn die Kinder Blumen streuen. Auch dieser Brauch hat eine Bedeutung, er besagt das durch das Streuen der Blütenblätter die Fruchtbarkeitsgötter angelockt werden und die sollen dem glücklichen Ehepaar reichlichen Kindersegen schenken.

Bettlaken

Für Unterhaltung sorgt ein auf ein Bettlaken aufgemaltes Herz, das mit zwei kleinen, stumpfen Scheren vom Ehepaar ausgeschnitten werden muss. Anschließend trägt der Bräutigam die Braut durch dieses Herz. Das soll den Zusammenhalt der Ehe symbolisieren.

Morgengabe

Die Morgengabe hat den Brauch, dass der Bräutigam der Braut ein kleines Geschenk am Morgen nach der Hochzeitsnacht macht.

Reis werfen

Es ist ein Brauch aus dem asiatischen Raum und steht für das Symbol der Fruchtbarkeit. Nach der Trauung wird das Hochzeitspaar von den Gästen mit Reis beworfen. Hier wird allerdings nur loser Reis verwendet, kein Kochbeutel. Die Reiskörner, die im Haar der Braut liegen bleiben stehen hier für die Anzahl der zu erwartenden Kinder. Das Reis werfen ist allerdings nicht überall erlaubt, deswegen kann man auch Seifenblasen oder Ballons benutzen.

Autokorso mit lauten Hupen

Vor weg fährt das Brautpaar in einem Hochzeitstransportmittel ihrerer Wahl, ob Kutsche oder Auto. Mit lautem Hupen und in einer langen Autokolone folgen ihnen die Hochzeitsgäste in ihren mit weißen Schleifen geschmückten Autos. Um Aufmerksamkeit für das Brautpaar zu bekommen, werden am Hochzeitsauto Dosen angebunden, die während der Fahrt laut zu klappern beginnen. Zudem hupt jedes einzelne Auto im Autokorso während der Autofahrt kräftig mit. Der Brauch besagt, dass der Lärm die bösen Geister vertreiben soll.

Hochzeitstraditionen auf der Insel Rügen in MV

Hochzeitskutsche oder Hochzeitsauto

Am schönsten Tag des Lebens darf eine Kutsche oder ein geschmücktes Brautauto nicht fehlen. Aber es ist darauf zu achten, dass der Bräutigam nicht selbst fährt, dafür sollte ein Fahrer eingespannt werden, der den Weg kennt. Bei dem Schmuck am Hochzeitsauto sollte darauf geachtet werden, den Blumenschmuck fest unter speziellen Vorrichtungen und am besten mit Saugfüßen zu verankern.

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Brautjungfern und Brautführer

Um die bösen Geister zu vertreiben, werden Brautjungfern und Brautführer ernannt. Hierfür werden meistens Freunde, Geschwister oder Verwandte gefragt. Früher zogen sich die Brautjungfern und Brautführer genauso an wie das Brautpaar, damit diese nicht von den bösen Geistern erkannt wurden. Heutzutage werden die Kleider der Brautjungfern in einheitlicher Farbe aufeinander abgestimmt ebenso ist es mit den Anzügen der Brautführer.

Brautschmuck

Auf echte Perlen sollte am Hochzeitstag verzichtet werden. Egal ob als Kette, Ohrringe, Elemente im Haarschmuck oder als Stickerei am Brautkleid. Eine alte Weisheit besagt, dass jede einzelne Perle für die Tränen in der Ehe steht. Allerdings können damit auch Freudentränen gemeint sein.

Brautschleier

Die bösen Geister haben es am Hochzeitstag auf die Braut abgesehen und damit diese nicht auf dumme Gedanken kommen versteckt sich die Braut unter dem Schleier. Aber Vorsicht ist geboten bei der Anprobe des Schleiers, denn wenn eine Freundin den Schleier aufsetzt, würde diese laut Aberglauben den Bräutigam verführen.

Schleier abtanzen

Beim Schleier abtanzen wird der Schleier der Braut von den Gästen über das tanzende Brautpaar gehalten. Um abwechselnd mit Braut und Bräutigam zu tanzen, können die Gäste Kleingeld in die Mitte werfen.

Brautschleier kaufen für die Hochzeit auf der Insel Rügen in MV

Schleier zerreißen

Das Schleier zerreißen ist ähnlich wie das Brautstrauß werfen. Die unverheirateten Frauen dürfen um Mitternacht den Schleier der Braut abnehmen und zerreißen. Wer hier das größte Stück abbekommt, wird die nächste Braut.

Brautbecher / Brautkelch

Bei diesem Brauch trinken Braut und Bräutigam nach der Trauung aus einem gemeinsamen Kelch, der aus zwei miteinander verbundenen Bechern besteht. Der große Becher ist für den Bräutigam vorgesehen und der kleine für die Braut. Hierbei ist laut der Tradition zu beachten, dass nichts daneben geschüttet wird. Dieser Brauch steht für die Liebe und die Hoffnung auf das große Glück in der Ehe.

Kranz abtanzen

Nicht jede Braut bevorzugt einen Schleier auch Kränze sind sehr im Trend. Jedoch kann anstatt des Schleiers auch ein Kranz abgetanzt werden. So bewegt sich die Braut um Mitternacht mit geschlossenen Augen in einen Kreis aus Männern. Die unverheirateten Frauen versuchen diesen Kreis der Männer zu durchbrechen, um ein Stück vom Kranz zu erhaschen. Das Durchbrechen steht hier für den Abschied der Jungfräulichkeit. Wer es von den Frauen nicht schafft und kein Stück vom Kranz abbekommt, der ist laut Aberglaube zur Ehelosigkeit verdammt.

Strumpfband versteigern

Bei der Strumpfband Versteigerung positioniert die Braut ihr Bein auf einen Stuhl und hebt ihr Brautkleid bis zum Strumpfband hoch.
Zuerst wird eine Zeitbegrenzung festgelegt und ein Anfangsbetrag, um den das Gebot erhöht wird. Danach wird geboten. Wenn die Männer ein Gebot abgeben, hebt die Braut das Brautkleid inklusive Strumpfband hoch, wenn die Frauen wiederum ein Gebot abgeben, geht es in die entgegengesetzte Richtung.

Dieser Brauch dient als Finanzspritze für die Haushaltskasse.

Hochzeitspaar am See – Romantisch heiraten auf Insel Rügen an der Ostseeküste

Brautschuhe füllen

Zu einem passenden Zeitpunkt wird der Braut der Brautschuh entwendet. Dieser Schuh wird dann mit Blumen gefüllt und neben ein mit Wein gefülltes Weinglas positioniert. Die Braut bekommt ihren Schuh erst dann zurück wenn das Brautpaar das Weinglas gemeinsam ausgetrunken hat. Der Brauch steht für die Gesundheit des Ehepaares.

Pfennige / Cents im Schuh

Früher musste die Braut ihr Brautkleid selber bezahlen und begann damit schon lange vor der Hochzeit. Somit werden der Braut am Hochzeitstag Cent Stücke in die Schuhe gelegt. Dieser Brauch soll unter anderem Wohlstand für die Ehe symbolisieren.

Regen am Hochzeitstag

Ein Regenschauer am Hochzeitstag ist nicht so schlimm. Ein Sprichwort besagt „Wenn es regnet am Altar, bringt es Glück für viele Jahr“. Die Hochzeit steht also an diesem Tag unter einem reichen Kindersegen.

Hochzeitstraditionen an der Ostsee – Brautpaar werden mit dem Hochzeitsportal Insel Rügen

Etwas Altes, etwas Blaues, etwas Neues und etwas Geliehenes

Dieses Sprichwort ist, ein am weitesten verbreiteter Brauch und hat den Ursprung aus einem alten englischen Gedicht.

Something old, something new, something borrowed, something blue and a silver sixpence in her shoe.“

Eine Braut sollte genau vier Gegenstände an der Hochzeit bei sich tragen.

Bedeutung der Vier Gegenstände

Etwas Blaues:

  • Diese Farbe steht für Reinheit, Liebe und Treue.
Etwas Neues:

  • Es steht für die Vorfreude auf einen neuen Lebensabschnitt.
Etwas Geliehenes:

  • Dies steht für das Glück, welches für den besonderen Tag geborgt wird.
Etwas Altes:

  • Dieser Gegenstand bezieht sich auf die Langlebigkeit der Ehe und an das Festhalten alter Gewohnheiten wie die familiäre Herkunft.